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EUROPEAN ART COMPANY

NICOLAS BARRERA *1919-2006

Barrera 418@

Nicolas Barrera war ein Maler des Lichts und gilt in Frankreich als der Camarque-Maler.*

Unter anderem besitzen Museen von Narbonne, Marseille, Saintes-Maries des la Mer, seine Arbeiten. Ich zitiere hier aus dem internationalen Kunstlexikon „BENEZIT“g.

Seine Werke sind großzügig, realistisch, stark atmosphärisch und poetisch. Gezeigt werden hier und heute Camarque-Landschaften und die Basler Fasnacht. Barrera studierte die klassische Ölmalerei und entwickelte schon bald seinen ganz eigenen Stil.

Viele seiner Werke entstanden in den Ateliers in Marseille und Les Saintes Maries de la Mer. Eine große Schaffensphase hatte Barrera auch in seiner Zeit in Weil im Dreiländereck. Ein bekannte französische Schriftsteller und Filmregisseur beschrieb Barreras Kunst mit den treffenden Worten. „Er beherrscht nicht nur die Kunst, er meistert sie, er durchdringt seine Umwelt“.

Barrera wurde 1919 in Tschernikoff in der Ukraine geboren.

1937 begann er in St. Petersburg an der Kunstakademie das Studium der Malerei und erhielt nur wenige Jahre später erste offizielle Aufträge der UDSSR.

1941, zu Beginn des Zweiten Weltkrieges, wurde er als Offizier eingezogen und kam in Gefangenschaft, davon ein Jahr im deutschen Konzentrationslager bei Leipzig. 1945 gelang ihm die Flucht und er erlebte das Kriegsende als „Kriegs – Korrespondent“ bei den Amerikanern in Frankfurt (Oder), flüchtete dann vor dem Stalin-Regime und setze sich nach Barcelona ab. Dort nahm er die Malerei wieder auf und richtete sich ein kleines Atelier ein. Zum ersten Mal signierte er seine Bilder mit dem spanischen Pseudonym Barrera.

Offizielle Papiere hatte er zu diesem Zeitpunkt nicht.

1946 flüchtete er vor dem Franco – Regime, nach Frankreich und wurde in ein russisches Sammellager für den Abtransport nach Sibirien eingewiesen. Barrera flüchtete erneut und fand Unterschlupf bei einem orthodoxen Popen. Es erfolgten erste Auftragsarbeiten, sowie die Vermittlung falscher französischer Papiere auf den Namen "Janot". Er begann erneut zu malen und so entstanden die Marseiller Hafenbilder und seine klassischen Tanz - und Portraitbilder.

Ein bezeichnendes Licht auf sein Können als Portraitist wirft die Tatsache, dass ihm die Ehre zuteil wurde den französischen Generalstaatsanwalt zu portraitieren, dessen Bild die Sammlung im Justizministerium von Paris vervollständigt.

1949 richtete sich Barrera wegen vieler Werbe- und Illustrationsaufträge, ein zusätzliches Atelier in Paris ein, das er bis 1954 behielt. Seine Paris-Bilder sind alle mit "Janot" signiert und zum großen Teil verschollen.

1953 erfolgte die Klärung der Namensgebung durch ein Gericht. In Russland setzt man ihn auf die Suchliste, in Frankreich bekam er unbegrenzte Aufenthaltsgenehmigung und offizielle Papiere. Ab diesem Zeitpunkt signierte er seine Arbeiten endgültig mit dem Pseudonym "Barrera". Er wurde in die massgeblichen Kunstlexika aufgenommen und erhielt diverse Auszeichnungen und offizielle Aufträge für französische Institutionen.  1965 zog es ihn in die Camargue. Es folgten viele repräsentative Ausstellungen in Frankreich.

1976 heiratete er Inken Vogt. Beide hielt sich halbjährlich jeweils in Weil am Rhein und in Les Saintes-Maries-de-la-Mer auf.  Ausstellungserfolge in Muenchen, Duesseldorf, Hamburg, Augsburg und im Dreiländereck Basel.

Am 11. Juni 2006 starb Nicolas Barrera in Weil am Rhein, wo er auch beerdigt ist.

Barrera galt in Frankreich, wie bereits eingangs erwähnt, als der Camargue Maler. Ein poetischer Realist, der es, wie kaum ein anderer Verstand, das Flimmern der Luft, den Nebel, das Flirren der Atmosphäre, zu malen. Davon zeugen sehr stimmungsvolle Landschaften mit Wildpferden im Herbstlicht, beim Sonnenuntergang, oder in einer Regenstimmung. Die Stimmungen werden durch das grossartige Farbempfinden von Barrera so intensiv wiedergegeben, dass man das Gefühl bekommt, den Regen zu riechen, oder die verbleibende Hitze der Sonne nach einem  Sommertag zu fühlen.

Stilistisch bleibt Barrera dem gegenständlich Impressionistischen nahe.

In Weil entstehen die Bilder der Basler Fasnacht, eindringliche Impressionen des geheimnisvollen, dämonischen nächtlichen Treibens.

Leuchtende Farben, die aus der Finsternis auftauchen, wie beispielsweise beim  „Morgenstreich“. Immer ist es das Licht, das Barreras Bilder leuchten lässt und ihnen eine Poesie verleiht.