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FERNANDO VAN GEETERUYEN
Die European Art Gallery, zeigt in dieser aktuellen Ausstellung, die im Jahre 2010 entstandenen Arbeiten, des 1971 geborenen Basken mit belgischem Namen. Kanarisch aufgewachsen und deutsch gereift, spiegelt seine Arbeit das Fehlen einer eindimensionalen kulturellen Identität wieder.
1991 zog er nach Köln, zum Kunststudium an der Universität bei Peter Buchholz. Unter seiner Anleitung arbeitete er acht Jahre intensiv innerhalb des universitären Rahmens. 2006 verliess er Deutschland für einen dreijährigen Aufenthalt auf der Kanareninsel La Palma. Während dieser Zeitspanne wird die Bildhauerei neben der Malerei zu einem zentralen Bereich seines künstlerischen Schaffens. Seit 2009 lebt und arbeitet er im Schwarzwald, dessen „kosmopolitische Natur“ ihm optimale Voraussetzungen für sein Leben und seine Kunst gibt.
Schicht für Schicht produziert er seine Werke. Dafür benutzt er Linien und Flächen als visuellen Sprachschatz, sowie das Figurative und die Abstraktion. Weitere Kontraste finden sich in den Zwischenräumen. Diese Arbeitsweise bringt eine Komplexität mit sich, die als Zeugin seines multikulturellen Verständnisses gelten kann. Dabei entsteht ein offener Raum, ohne konkret fassbare Antwort. Es ist ein Feld der Betrachtung, in dem der Betrachter eigens aufgeworfene Fragen selbstständig beantwortet.
Die Leinwand ist weiss, wie die Stille, wie die Leere, wie aller Anfang. Die erste Linie oder Oberfläche teilt diese Leere in Zwei, ihre wahre Natur zeigend, das Alles. Dieses Alles formt sich mit mehr Punkten, Linien und Oberflächen, seine Identität aufzeigend. Von Anfang an ist der Prozess ein vorbestimmter Weg, ohne sichtbares Ziel, bis dieses spürbar wird als reine Einladung zu einem neuen Alles, welches darauf wartet, von Pinseln und Kugelschreibern zerlegt zu werden.
Fernando van Geeteruyen versteht seine Kunst als ein sehr individuelles, subjektives Erkenntnissystem. Nachdem er jahrelang die animalische Form untersucht hat, ist nun das menschliche Wesen mit seinen Extremen in dem Mittelpunkt seiner künstlerischen Expedition gerückt. Zwei in Thuja (Lebensbaum) geschnitzte Druckwalzen bilden die Grundlage seines aktuellen Projektes.
Indem er ihren Druck mit Acrylmalerei kombiniert, stellt er eine Serie von Selbstbildnissen her. Diese erweitert er durch die Einbeziehung der Gestalt seiner Frau. Hierdurch erschafft er seine persönliche subjektive Anthropologie
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